Die neue Rauchmelder-Pflicht – Worauf sollte man achten?

In der neuen Bauordnung wurde nicht nur das Wegfallen der verpflichtenden Statikprüfung festgehalten, sondern auch ein Gesetz beschlossen, dass den Einbau und die Verwendung von Rauchmeldern ab dem Sommer 2016 vorschreibt.

Davon betroffen sind vor allem alle Arten von Aufenthaltsräumen, die Schlafzimmer und auch die Flure in Wohnungen, welche zumeist mögliche Rettungswege darstellen. Hat man bereits eine ältere Wohnung, so ist man nun als Bewohner per Gesetz dazu verpflichtet, bis zum 31. Dezember 2020 die notwendigen Änderungen vorzunehmen.

Innerhalb dieser Übergangsfrist muss die Aufrüstung erfolgen. Lebt man als Mieter bereits seit einiger Zeit in einer Wohnung, so ist man dazu verpflichtet, der Gesetzesvorschrift nachzukommen und kann die Aufgabe nicht einfach dem Vermieter überlassen.

Um welche Art von Rauchmelder es sich bei dieser Aufrüstung handeln muss, wurde im Gesetz nicht festgelegt, sodass man ohne weiteres auch auf eine günstige Variante zurückgreifen kann, welche meist nur mit Batterien betrieben wird.

Allerdings muss es sich bei den Rauchwarnmeldern um Produkte handeln, die der europäischen Bauproduktnorm EN 14604 entsprechen.

Der richtige Einbau des Rauchmelders

Auf welche Art und Weise der Rauchmelder einzubauen ist, wird vom Gesetzgeber nicht vorgeschrieben. Dennoch gilt hier die Norm DIN 14676 als richtungsweisend. Diese besagt, dass ein Facharbeiter mit dem Einbauen und der Wartung der Geräte beauftragt werden sollte, allerdings ist auch diese Vorgehensweise nicht verpflichtend.

Die Montage kann natürlich auch in Eigenregie erfolgen. Man sollte aber in diesem Fall unbedingt über die notwendigen handwerklichen und technischen Fähigkeiten verfügen.

Zudem ist es empfehlenswert, ein schriftliches Protokoll über den Einbau und die Wartung zu führen, um im Falle des Falles auf ein schriftliches Dokument zurückgreifen zu können.

Ob der Einbau ordnungsgemäß erfolgt ist, kann von der Baubehörde jederzeit nachgeprüft werden. Ist das nicht der Fall, handelt es sich um eine Baurechtswidrigkeit, welche so schnell wie möglich behoben werden muss.

Installierung der Rauchmelder bei Neubauten

Handelt es sich bei einem Wohnobjekt um einen Neubau, so ist der Bauherr ab sofort dazu verpflichtet, das jeweilige Gebäude mit ausreichend geeigneten Brandmeldern auszustatten und somit für die Sicherheit der Bewohner zu sorgen.

Der Vermieter hat allerdings auch das Recht nach der Installierung der Rauchmelder, die Kaltmiete um bis zu 11 Prozent zu erhöhen. Diese Arbeiten gelten nämlich als Modernisierungsarbeiten in der Wohnung und steigern somit ihren Wert.

Hat der Bauherr zum Beispiel 100 Euro ausgegeben, um eine Wohnung mit ausreichend Rauchmeldern in allen vorgeschriebenen Räumen auszustatten, kann er die Miete um rund 92 Cent pro Monat erhöhen. Inwieweit eine solche Ausgabe tatsächlich auf den Mieter umgelegt wird, ist allerdings immer vom Vermieter abhängig.